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Dialogrunde zur Tourismusstrategie Vision T
Kinderschutz darf kein Nischenthema bleiben
Am 9. April 2026 lud die Staatssekretärin für Tourismus Elisabeth Zehetner zu einer Stakeholder Dialogrunde zur Entwicklung der österreichischen Tourismusstrategie Vision-T in die Wirtschaftskammer Wien, an der Kerstin Dohnal in ihrer Rolle als Expertin für Kinderschutz im Kontext von Reisen und Tourismus und Local Code Representative für ECPAT teilnahm.
Im Jahr 2019 entstand unter der Leitung des damaligen Bundesministeriums für Nachhaltigkeit und Tourismus der erste Masterplan für den Tourismus in Österreich, der Plan-T. Darauf folgten die Pandemie, Regierungswechsel und die neuerliche Einordnung der Sektion Tourismus in das heutige Bundesministerium für Wirtschaft, Energie und Tourismus. Unter der aktuellen Staatssekretärin für Tourismus Elisabeth Zehetner, wurde dieser Plan nun erneut aufgegriffen und in eine Vision-T weiterentwickelt. Die neue Tourismusstrategie entsteht bewusst in mehreren, aufeinander aufbauenden Beteiligungsebenen. Es sollen unterschiedliche Perspektiven gezielt eingebunden werden und dort in den Dialog treten, wo unternehmerische Erfahrung und regionale Realität aufeinandertreffen. Auf Basis einer umfassenden 360°-Analyse wurden 2026 fünf thematische Expertengipfel mit unterschiedlichen Tourismusakteuren durchgeführt. Diese Formate haben wertvolles Feedback gegeben und inhaltliche Impulse für die Weiterentwicklung der Strategie bereitgestellt. Derzeit werden diese Ergebnisse strukturiert, verdichtet und zu ersten Ansätzen eines strategischen Zielbildes weiterentwickelt. Mit diesen Ansätzen starteten die Dialogrunden in den Bundesländern – nicht mit einer fertigen Strategie, sondern mit klaren inhaltlichen Arbeitsgrundlagen, die gemeinsam reflektiert, hinterfragt und weiterentwickelt werden sollten.
Im Rahmen dieser Dialogrunden zur Tourismusstrategie wurde ECPAT eingeladen, mit der Sektion an diesem wichtigen Prozess mitzuwirken und seine Erfahrungen einzubringen.
Die zentralen Themenfelder der Dialogrunde waren:
- Mehrwert durch Tourismus – Wie Tourismus wirtschaftlichen, gesellschaftlichen und regionalen Nutzen stiftet und Akzeptanz stärkt.
- Ökologische Nachhaltigkeit im Tourismus – Wie Klimaschutz, Ressourceneffizienz und wirtschaftliche Entwicklung zusammengedacht werden können.
- Innovation & Digitalisierung im Tourismus – Wie neue Technologien Qualität, Produktivität und Wettbewerbsfähigkeit unterstützen.
- Wirtschaftliche Resilienz im Tourismus – Wie Betriebe und Destinationen widerstandsfähiger und langfristig stabil aufgestellt werden.
- Arbeitsmarkt & Fachkräfte im Tourismus – Wie attraktive Arbeitsbedingungen, Qualifizierung und neue Modelle Zukunft sichern.
Das Thema Kinderschutz war nicht explizit erwähnt, ist jedoch eng mit diesen Themenfeldern verbunden. Kerstin Dohnal berichtete von großer Offenheit gegenüber dem Thema Kinderschutz, das sie in den Feedbackrunden an den jeweiligen Anknüpfungspunkten einbrachte. Dass Kinderschutz kein Nischenthema ist, wurde von namhaften Expert:innen in der Runde bestätigt, die ihn als zentrales und aktuelles Thema anerkannten. Nun gilt es den Kinderschutz auch in der Strategie zu verankern. Am 15. Juni wird die Vision-T der Branche präsentiert, und wir dürfen gespannt sein, wie weit der Weg bis zur strategischen Integration des Kinderschutzes noch ist. In jedem Fall durften wir die nächsten Schritte in diese Richtung setzten und bedanken und an dieser Stelle sehr herzlich bei der Sektion Tourismus für die Möglichkeit zur Mitgestaltung. Die Dialogrunde bot einen höchst professionell gestalteten und respektvollen Raum für kritische Reflexion, konstruktive Rückmeldungen, konkrete Weiterentwicklungsvorschläge der präsentierten Ansätze sowie notwendige Schritte für die erfolgreiche Umsetzung.