ECPAT Österreich, Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Rechte der Kinder vor sexueller Ausbeutung

Publikationen und Studien

Hier sind Publikationen und Studienberichte aufgelistet, an denen ECPAT Österreich als nationaler Partner bzw. in Kooperation mit anderen Organisationen (z.B. dem Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte) beteiligt war.

Qualitätsstandards: für niederschwellige Meldemechanismen zur Meldung von Verdachtsfällen von sexueller Ausbeutung von Kindern

Für die Erarbeitung dieser Qualitätsstandards stand die Weiterentwicklung und Qualitätssicherung von niederschwelligen Meldemechanismen im Vordergrund. Im Rahmen des EU-Projektes Alert Actors Report führten fünf ECPAT-Organisationen zusammen mit ihren Kooperationspartnern im Vorfeld zwei Studien durch: eine internationale Studie zur Überwindung von Hindernissen die Reisende möglicherweise bei einer Meldung von Verdachtsfällen erleben, wenn sie im Ausland Zeuge oder Zeugin von sexueller Ausbeutung von Kindern werden; sowie eine Vergleichsstudie zu niederschwelligen Meldemechanismen. Auf Grundlage der Ergebnisse und Empfehlungen aus diesen beiden Studien wurden diese Qualitätsstandards zur Weiterentwicklung von niederschwelligen Meldemechanismen entwickelt. Darüber hinaus haben Organisationen und Expert*innen aus dem ECPAT-Netzwerk sowie externe Expert*innen ihr Feedback und ihre fachliche Expertise eingebracht.

In der Praxis dienen die Qualitätsstandards dazu, die Melde- und Arbeitsprozesse von Betreiber*innen niederschwelliger Meldemechanismen zum Nutzen aller Beteiligten zur verbessern und zu optimieren. Der Fokus richtet sich insbesondere darauf, den Prozess der Qualitätsentwicklung zu ermöglichen indem Informationen und Standards als Handlungsempfehlungen sowie auch Minimumstandards zur Verfügung gestellt werden.

Die Qualitätsstandards finden Sie als Download hier.

Die Qualitätsstandards in englischer Sprache finden Sie hier.

Study “Reluctance to report sexual exploitation of children related to travel and tourism” (2019)

Die Studie „“Reluctance to report sexual exploitation of children related to travel and tourism - How to overcome obstacles to report suspicions of child sexual exploitation when it is witnessed in another country”, die von den Partnern des EU-Projektes Alert Actors Report (2018-2020), darunter ECPAT Österreich, durchgeführt wurde, zeigt auf, dass Reisende häufig Signale sexueller Ausbeutung wahrnehmen, aber nicht wissen, wohin sie sich wenden sollen, um die Beobachtungen zu melden.

Für die Studie wurden 1,081 Menschen in Österreich, Belgien, Frankreich, Deutschland und den Niederlanden befragt. So wurde herausgefunden, dass die meisten Menschen die Hinweise auf sexuelle Ausbeutung von Kindern nicht kennen, da das Verbrechen im Verborgenen stattfindet. Zudem waren sehr viele Teilnehmer*innen der Studie nicht über Meldemechanismen informiert.

Im Rahmen der Studie wurde auch herausgefunden:

  • 95% der Reisenden wussten über das Phänomen der sexuellen Ausbeutung von Kindern auf Reisen und im Tourismus Bescheid
  • 72% kannten die Meldemachismen nicht
  • 183 Reisende nahmen mögliche Hinweise auf sexuelle Ausbeutung von Kindern wahr, während sie reisten
  • Gesamt nahmen sie ungefähr 250-300 mögliche minderjährige Betroffene wahr
  • Nur 4% meldeten ihren Verdacht an Behörden oder eine Hotline
  • 10% meldeten an ein Hotel, Restaurant, Reisefüher*in oder Reiseveranstalter*in
  • Die Mehrheit der Reisenden besprach die verdächtigen Situationen mit ihren Mitreisenden, gaben jedoch keine Meldung ab.

Die gesamte Studie gibt es in englischer Sprache zum Download.

Einen deutschen Kurzbericht der Studie finden Sie hier.

Einen englischen Kurzbericht der Studie finden Sie hier.

Fallstudie: Sexuelle Übergriffe an Minderjährigen im Ausland durch österreichische Staatsbürger*innen (Erhebungszeitraum 2016-2017)

Österreicheichische Staatsbürger und Personen mit gewöhnlichem Aufenthalt im Inland können für Straftaten, die sie im Ausland begehen, jedoch auch in Österreich – und unabhängig von den Strafgesetzen des Tatortlandes – verfolgt werden (§ 64 Abs 1 Z 4a StGB – Strafbare Handlungen im Ausland, die ohne Rücksicht auf die Gesetze des Tatorts bestraft werden). Um die konkrete Anwendung dieser Bestimmung in der Praxis zu untersuchen, führte ECPAT Österreich im Rahmen des EU-Projektes „Don’t Look Away!“ zum Thema Kinderschutz im Tourismus die vorliegende Erhebung durch. Dabei waren, neben der Analyse von Täter-, Tat- und Opferprofilen, insbesondere die Behördenkooperation (national und international) sowie Herausforderungen der Strafverfolgung von besonderem Interesse. Trotz der Schwierigkeiten, erscheint die Möglichkeit, derartige Straftaten auch in Österreich zu verfolgen, insbesondere aus generalpräventiven Gründen nach wie vor sinnvoll.

Empfehlungen aus der Fallstudie:

Verbesserung der Datenlage durch Aufnahme der Anwendung von § 64 StGB (Auslandsbezug) in die Verfahrensautomation Justiz; gesonderte Erfassung von Sexualstraftaten gegen Minderjährige in der Haftkartei des BMEIA; statistische Erfassung 45 Interview BMJ 26.1.2016 27 von 33 von entsprechenden Ermittlungshandlungen durch das Bundeskriminalamt.

Umfassende Sozial- und Kriminalitätsforschung zu Opfer- sowie Täterprofilen, insbesondere zu „regressiven“ bzw. „situations-motivierten“ Tätern vs. „fixierten“ Tätertypen, Geschlecht und Alter der Opfer sowie deren jeweilige Repräsentanz in der Strafverfolgung (Stichwort: Dunkelfeldforschung); verstärkte Forschung zu Zielländern sowie neuen Phänomenen wie „Voluntourismus“.

Verstärkte Öffentlichkeitsarbeit zur Bewusstseinsbildung und Bekanntmachung von Meldemöglichkeiten bei Verdacht auf sexuellen Missbrauch durch reisende Sexualstraftäter im In- und Ausland.

Evaluierung der Anwendung von Sicherungsmaßnahmen in Bezug auf einschlägig vorbestrafte Österreicher und deren Möglichkeiten, (weiterhin) ins Ausland zu reisen (gerichtliche Aufsicht, Weisungen, Tätigkeitsverbot).

Evaluierung der Verhängung von Untersuchungshaft bei Auslandsstraftaten.

Verbesserung der internationalen Zusammenarbeit, insbesondere durch Stärkung der Position von Verbindungsbeamten bzw. Verbesserung ihrer personellen und finanziellen Ausstattung; verstärkte Kooperation, etwa durch gemeinsame Verbindungsbeamte des deutschsprachigen Raums.

Verbesserte Bekämpfung von Zwangsheirat durch verstärkte Kooperation (im In- und Ausland), Vernetzung, Medienarbeit, Information und Aufklärung.

Sicherstellung von Opferrechten bei Auslandsstraftaten, insbesondere Informationsrechte, Recht auf Prozessbegleitung und Entschädigung; Evaluierung des Zugangs zu diesen Rechten; entsprechende Involvierung von Opferschutzeinrichtungen

Die Fallstudie gibt es hier zum Download.

Study on High-Risk Groups for Trafficking in Human Beings

Der Bericht der Europäischen Kommission mit dem Titel „Study on High Risk Groups of Human Trafficking“ beschäftigt sich mit Kinderhandel innerhalb der Europäischen Union. Kinder werden innerhalb der Mitgliedsstaaten und über deren Grenzen für unterschiedliche Formen der Ausbeutung gehandelt. Unter anderen mit den Faktoren, die sie besonders vulnerabel machen und somit dazu beitragen können, dass sie zu Opfern von Kinderhandel werden, beschäftigt sich dieser Bericht. Die Besonderheit dieser Studie liegt in ihrem Fokus auf den Erlebnissen von Kindern und Expert*innen, die im Bereich Kinderrechte und Kinderhandel in den EU-Mitgliedsstaaten arbeiten.

Nach Analyse der Risikofaktoren, die ein Kind vulnerabel für Kinderhandel machen zeigt sich, dass es selten ein bestimmter Faktor ist, der Kinder vulnerabel macht. Meistens ist eine Kombination unterschiedlicher Faktoren, die einem Kind ausgesetzt ist, die dazu führen, dass sie Opfer von Kinderhandel werden. Jedoch lassen sich vier Hauptgruppen an Risikofaktoren benennen: individuelle, familienbezogene, sozioökonomische und strukturelle Faktoren. Nachdem sich der Bericht unter anderem auf Expert*innenberichte aus den Mitgliedsstaaten stützt, lassen sich zudem zwei äußerst wichtige individuelle Faktoren benennen – eine Geschichte des Missbrauchs und einen besonders verletzlichen Gemütszustand, beides konnte oft auf dysfunktionale Familiensituationen, oft verbunden mit materiellen Mangel, zurückgeführt werden. Auch soziale Exklusion und Marginalisierung waren oft mit Armut und einem Mangel an Optionen verbunden, was sich auf den Gemütszustand der Kinder und deren allgemeine Risikobereitschaft auswirkte.

Projektleitung: Europäische Kommission

Den finalen Bericht gibt es hier zum Download.

eNASCO: Sexual rights and sexual risks among youth online (2015)

Der Bericht „Sexual rights and sexual risks among youth online“, entstanden in Kooperation von eNASCO und der London School of Economics, unterstreicht die Risiken und Möglichkeiten, die 10- bis 17-Jährige begegnen, wenn sie Informationen zu Sexualität online suchen oder auf diese treffen.

Viele der Themen sind stark miteinander verbunden. Zum Beispiel sind Risiken stark miteinander verknüpft. Jugendliche, die einem Risikotyp online begegnen, werden wahrscheinlich auch anderen begegnen, online wie auch offline. Umso mehr Jugendliche an sexuellen Aktivitäten online teilhaben, umso mehr lassen sie sich darauf auch offline ein, genauso wie umgekehrt auch.

Onlinequellen mit Informationen über sexuelle Gesundheit sind wichtig für alle Jugendlichen, speziell für einkommensschwache, homosexuelle, bisexuelle, transgender (LGTB) und obdachlose Jugendliche.

Ein bemerkenswerter Anteil von Jugendlichen hat Zugang zu oder ist Pornographie online und offline ausgesetzt, genaue Schätzungen variieren jedoch. Auf welche Art von Pornographie Jugendliche zugreifen oder dieser ausgesetzt sind ist unklar.

Es ist unklar, wie junge Menschen über Zustimmung denken, was ihnen dazu beigebracht wurde und genauer ihr Verständnis zu Einverständnis in Bezug auf ‚Sexting’ und dem Versenden von Bildern. Die Anzahl der versendeten Bilder in diesem Zusammenhang ist unklar, Mädchen sind jedoch größerem Druck ausgesetzt diese zu versenden und erleben auch harschere Urteile, wenn diese weiter geteilt werden.

Empfehlungen, die der Bericht beinhaltet sind unter anderem die Anerkennung von Rechten von Kindern bis 18 Jahre. Ein Ansatz, der ihre Rechte und Möglichkeiten in den Vordergrund stellt und gleichzeitig ihren Schutz im Auge hat ist sehr wichtig. Gleichzeitig ist es wesentlich den Stimmen von Kindern und Jugendlichen Gehör zu schenken und ihre Meinungen in den Debatten mitzudenken. Eine weitere Empfehlung ist umfassende Bildung zu Sexualität und Beziehungen, das im Schulcurriculum eingeführt werden sollte – im Idealfall schon bevor sich Kindern anfangen für Sexualität zu interessieren, und bis in das Jugendlichenalter hinein.

Projektleitung: Save the Children

Projektpartner: eNACSO Netzwerk (European NGO Alliance for Child Safety Online)

Den finalen Bericht gibt es in englischer Sprache zum Download.

CONFRONT – Countering new forms of Roma children trafficking: Participatory approach (2013-2015)

Das Projekt wurde gleichzeitig in sechs EU-Staaten durchgeführt. Ziel war es, einen Beitrag für ein besseres Verständnis von möglichen Formen des Kinderhandels leisten, die in der öffentlichen Debatte - oftmals stereotyp - mit Roma-Gruppen in Verbindung gebracht werden (z.B. Betteln mit Kindern). Zu diesem Zweck wurden insbesondere auch Vertreter*innen von Roma-Organisationen aktiv in das Forschungsprojekt involviert. In Österreich wurde das Projekt vom Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (Mitglied von ECPAT Österreich) geleitet und von ECPAT Österreich unterstützt. Österreich hat im Rahmen des Projektes einen Entwurf für ein Modell zur Konfliktmediation erarbeitet.

Projektziele:

  • Stärkung von Kinderschutz-Maßnahmen gegen Kinderhandel in Europa, insbesondere im Hinblick auf bestimmte Ausbeutungsformen
  • Beitrag zur Bekämpfung von stereotypen Zuschreibungen in Bezug auf Roma, durch direkte Zusammenarbeit mit VertreterInnen dieser Gruppen in allen sechs Partnerländern
  • Stärkung von Roma als Partner für Maßnahmen gegen Kinderhandel durch Entwicklung von Pilotaktivitäten zur Sensibilisierung relevanter Akteure und Mediation in Konfliktfällen

Projektleitung: Center for the Study of Democracy (CSD), Sofia

Partner: CENSIS Institut (IT), Hellenic Foundation for European and Foreign Policy (ELIAMEP, GR), Center for Policy Studies/Central European University (HU), People in Need (SK), Soros Foundation Romania (RO), Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (Österreich)

Die deutschsprachige Variante des Berichts gibt es hier zum Download.

Forschungsbericht "Halbwegs zu Hause" über die Reintegration von Kindern (2015)

 

Jänner 2015 - ECPAT Österreich hat in den vergangenen zwei Jahren an dem nun abgeschlossenen Projekt „Beobachtung der Situation von aus EU-Mitgliedsstaaten zurückgekehrten Kindern“ mitgearbeitet. Das Projekt wurde durch den Rückkehrfond der Europäischen Union mitfinanziert. Ziel dessen war, die Situation von Kindern, die aus Mitgliedsstaaten der Europäischen Union (‚EU’) in sechs Länder Südosteuropas (‚SOE’) zurückgekehrt sind, zu dokumentieren, analysieren und verbessern, indem ihr Wohl nach der Vollstreckung eines Rückführungsbeschlusses aufrechterhalten wird. Die Untersuchung baut auf der „Vergleichenden Studie zu den Verfahren auf dem Gebiet der Rückkehr Minderjähriger“ auf, die vom Europäischen Rat für Flüchtlinge und im Exil lebende Personen (‘ECRE’) und Save the Children (EU-Büro) durchgeführt wurde. Insgesamt begannen die Forschungsaktivitäten im April 2013 und endeten im August 2014. Die Forschung zeigt enorme Defizite im Hinblick auf Kindeswohlprüfung vor dem Rückkehrbeschluss bzw. deren Umsetzung in den EU-Gastländern auf. Nur in Einzelfällen wurde ein individueller Plan zur Reintegration entwickelt, bevor die Entscheidung zur Rückkehr des Kindes (und der Familie) getroffen und umgesetzt wurde. Ebenso zeigten sich Defizite in der Kommunikation und Kooperation der Behörden des Gastlandes und des Herkunfts- bzw. Rückkehrlandes. Dieses Faktum sowie mangelnde Ressourcen und Defizite bei der Unterstützung der zurückgekehrten Kinder bzw. Familien erschweren die Reintegration enorm.

Projektleitung: Terre des Hommes

Partner: ECPAT Österreich, Hors la rue, ARSIS Thessaloniki, ENOC

Den finalen Bericht gibt es hier zum Download.

Rahmenwerk für die Unterstützung und Beobachtung nach der Rückkehr (2015)

Im Rahmen des Projektes „Beobachtung der Situation von aus EU-Mitgliedsstaaten zurückgekehrten Kindern“, wurde ein Post-Return-Monitoring-Framework (PRMF) erstellt. „Rahmenwerk für die Unterstützung und Beobachtung nach der Rückkehr“, ist der deutsche Titel. Das Hauptziel des Rahmenwerks ist es, zur korrekten Umsetzung der Bestimmungen der Rückkehrrichtlinie beizutragen und sicherzustellen, dass dies im Einklang mit der UN-Kinderrechtskonvention geschieht. Es betrifft die Kinder, die in ihr Heimatland oder ein Drittland zur Neuansiedlung zurückgeschickt werden, inklusive unbegleiteter und getrennter Kinder. Das PRSMF unterstützt Entscheidungsträger*innen dabei, diese Bestimmungen zu berücksichtigen und hilft den Behörden einerseits beim Austausch und Zusammenführen von Informationen, andererseits werden geeigneten Bedingungen für die erfolgreiche (Re-) Integration des Kindes sichergestellt.

Projektleitung: Terre des Hommes

Partner: ECPAT Österreich, Hors la rue, ARSIS Thessaloniki, ENOC

Den finalen Bericht gibt es hier zum Download.

Study on Missing Children (2013)

Im Rahmen eines von ECORYS Niederlande koordinierten EU-Projektes erschien 2013 eine Studie zum Thema vermisste Kinder. Die länderübergreifende Erhebung mit dem Titel "Study on missing children: Mapping, data collection and statistics on missing children" wurde von der Europäischen Kommission in Auftrag gegeben und in Zusammenarbeit mit VertreterInnen aller 27 EU-Mitgliedsstaaten (Stand 2012) erstellt. Katrin Lankmayer und Astrid Winkler unterstützten die Studie als "Country experts" zur Situation in Österreich.

Projektleitung: ECORYS Niederlande

Partner:            Partner aus 27 EU-Staaten

Den finalen Bericht gibt es hier zum Download.

ARECHIVIC - Kinder als Betroffene des Kinderhandels (2013)

Im Rahmen des EU-Projektes "Assistance and reintegration of child victims of trafficking" (ARECHIVIC) wurde der aktuelle Stand der Unterstützung für Kinder und Jugendliche als Betroffene des Kinderhandels in 6 europäischen Ländern erhoben. Bewertet wurden unter anderem die aktuellen rechtlichen und politischen Rahmenbedingungen der Betreuung, des Opferschutzes und der Reintegration betroffener Kinder in den beteiligten Staaten. In Österreich wurden die Erhebungen vom Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (Mitglied von ECPAT Österreich) geleitet und von ECPAT Österreich unterstützt.

Projektleitung: Center for the Study of Democracy (CSD, Bulgarien)

Partner: Censis Foundation (Italien), The Crime Victim Compensation and Support Authority (Schweden), People In Need (Slowakei), Universität Pécs (Ungarn), Ludwig Boltzmann Institut für Menschenrechte (Österreich)

Länderstudien zur sexuellen Ausbeutung von Kindern im Tourismus in fünf afrikanischen Staaten (2013)

In Zusammenarbeit mit den ECPAT Gruppen in Deutschland, Frankreich, Luxemburg und Niederlande hat ECPAT Österreich Länderstudien (country assessments) in fünf touristischen Destinationsländern in Subsahara Afrika durchgeführt. Dabei war Österreich speziell für Kenia zuständig. Die Studie von 2013 untersucht die Lage zur sexuellen Ausbeutung von Kindern in Gambia, Kenia, Madagaskar, Senegal und Südafrika und die Wirksamkeit etwaigen Meldemöglichkeiten zum Schutz der Kinder vor sexueller Gewalt. Finanziert wurde die Studie durch das "Don't look Away" EU-Projekt.

Hier kann der vollständige Bericht auf Englisch heruntergeladen werden. 

Für Südafrika und Kenia, zwei für den deutschsprachigen Tourismusmarkt relevante Länder, gibt es eine Kurzfassung in deutscher Sprache. 

Studie "Child Begging in the EU" (2012)

Im Dezember 2012 wurde der "Report for the Study on Typology and Policy Responses to Child Begging in the EU" fertiggestellt, bei dem ECPAT Österreich als Partner involviert war. Im Rahmen der Studie wurden verschiedene Informationen zu Kindern in der Bettelei in 12 Europäischen Ländern (Österreich, Ungarn, Italien, Polen, Rumänien, Bulgarien, Dänemark, Spanien, Schweden und das Vereinigte Königreich) sowie in Albanien und im Kosovo gesammelt und analysiert. Behandelt werden unterschiedliche Formen der Bettelei, gesetzliche Regelungen, Maßnahmen zur Identifizierung von Kindern in der Bettelei und Stellungnahmen von Betroffenen.

Projektleitung: ICMPD, ECORYS, Save the Children Dänemark

Partner: ECPAT Österreich, Terre des hommes, Save the Children Italien, Save the Children Rumänien

Den Abschlussbericht gibt es hier zum Download.