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Leitbild
Präambel der Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Rechte der Kinder vor Sexueller Ausbeutung
Österreichischen Plattform gegen kommerzielle, sexuelle Ausbeutung von Kindern durch Prostitution, Pornographie und Kinderhandel (assoziiert mit ECPAT International)
Die Arbeitsgemeinschaft zum Schutz der Rechte der Kinder vor Sexueller Ausbeutung ist eine bundesweite Plattform von Kinder-, Frauen-, Familien-, und Menschenrechts-Organisationen und Einrichtungen, verschiedenen Gruppen religiöser Gemeinschaften, Hilfswerken, Aktionsgruppen, Institutionen und Fachstellen. Die Plattform hat eine Koordinationsstelle und ist mit der internationalen Kinderrechtsorganisation ECPAT INTERNATIONAL assoziiert, die sich gegen Kinderprostitution, Kinderpornographie und Kinderhandel einsetzt.
Die Arbeit des Bündnisses gegen Kinderprostitution wird vom Grundsatz geleitet, dass jedes Kind im Sinne der UN-Kinderrechtskonvention Anspruch auf umfassenden Schutz vor allen Formen der kommerziellen Ausbeutung und des sexuellen Missbrauchs hat.
ECPAT Österreich setzt sich dabei für die Umsetzung der Kinderrechtskonvention und des Aktionsplans ein, der auf dem ersten Weltkongress gegen kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern 1996 in Schweden verabschiedet wurde. Der Stockholmer Aktionsplan hat alle Staaten dazu aufgerufen, bis zum Jahr 2000 nationale Pläne gegen die kommerzielle sexuelle Ausbeutung von Kindern zu erarbeiten und in den folgenden Jahren umzusetzen, die Zusammenarbeit zwischen staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen zu verbessern und ausreichend Mittel für den Schutz der Kinder bereitzustellen. Dies wurde auf dem zweiten Weltkongress 2001 in Yokohama/Japan bekräftigt. Die Staaten wurden dazu aufgerufen, mehr Aktivitäten im Bereich der allgemeinen Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung zu setzen sowie die internationale Vernetzung und Zusammenarbeit zwischen staatlichen und nicht-staatlichen Organisationen weiter auszubauen. Die Staaten haben keinen neuen Aktionsplan verabschiedet, sich aber dazu bekannt, auch in Zukunft alle gesellschaftlichen Kräfte zum Schutz der Kinder zu mobilisieren. ECPAT beteiligt sich an der Erstellung und Umsetzung des “Nationalen Aktionsplan zur besseren Verankerung von Kinderrechten” der österreichische Bundesregierung (im Anschluss an den Weltkindergipfel 2002). Ein Schwerpunkt, zu dem Maßnahmen und Strategien erarbeitet werden, ist Missbrauch und Ausbeutung von Kindern. ECPAT Österreich begleitet die Umsetzung dieses Bereichs im NAP und stellt sein Know-how zur Verfügung. ECPAT Österreich engagiert sich dafür, dass die Ursachen und das Umfeld von kommerzieller sexueller Ausbeutung aufgezeigt werden, dass betroffene Kinder konsequent rehabilitiert werden, dass Unternehmen und Medien sich auf einen überprüfbaren Verhaltenskodex verpflichten, dass die Reisebranche ihre Verantwortung wahrnimmt, indem sie den “Verhaltenskodex zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung” umsetzt und dass Täter bestraft werden.
ECPAT Österreich will die komplexen Zusammenhänge zwischen gesellschaftspolitischen und sozioökonomischen Strukturen, die zu kommerzieller sexueller Ausbeutung von Kindern führen, aufzeigen und auf die politische, ökonomische und geschlechterspezifische Dimension – insbesondere die strukturelle Benachteiligung und Diskriminierung von Frauen – als ursächlich hinweisen. Zur Bekämpfung der sexuellen Ausbeutung von Kindern durch Prostitution, Pornographie und Menschenhandel führt ECPAT Österreich Maßnahmen und Aktionen durch. Schwerpunktbereiche sind: Lobby-Arbeit und Bewusstseinsbildung durch öffentlichkeitswirksame Aktionen sowie Forschung, Evaluation und Monitorring. Darüber hinaus erarbeitet ECPAT Österreich geeignete Strategien zur Information, Prävention sowie zur Sensibilisierung der Öffentlichkeit und der Schulung von speziellen Zielgruppen z.B. touristischen Fachkräften.
Bei allen Aktivitäten strebt ECPAT Österreich die Beteiligung von Kindern und Jugendlichen als aktive PartnerInnen gegen sexuelle Ausbeutung sowie den Einbezug einer geschlechterbezogenen Perspektive an.  
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