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Kinderschutz-Kodex der Tourismuswirtschaft
Der Verhaltenskodex zum Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung im Tourismus:
-Ein Tool für die Tourismuswirtschaft, um sich aktiv gegen Kindersextourismus zu engagieren.
-Für die/den Reisende/n eine Möglichkeit, sich zwischen Unternehmen zu entscheiden, die sich aktiv für Kinderrechte und Kinderschutz einsetzen und solchen, denen das nicht so wichtig ist.



Der Tourismus-Kinderschutzkodex
wurde 1998 von ECPAT Schweden in Kooperation mit Reiseveranstaltern und mit der Welttourismusorganisation entwickelt, um Tourismusbetrieben ein einfaches Werkzeug an die Hand zu geben, selbst effektiv gegen Kindersextourismus aktiv zu werden.

Der Kinderschutzkodex besteht aus sechs Kriterien, welche die Unterzeichner umzusetzen haben:



  • Formulierung einer Kinderschutz-Policy für das Unternehmen
  • Schulung von Personal in den Quellmärkten des Unternehmens und in den Destinationen
  • Aufnahme einer Kinderschutz-Klausel in Verträge mit Geschäftspartnern
  • Information von Kunden und Kundinnen im Beratungsgespräch, durch Broschüren, Online-Angebote und Videos
  • Zusammenarbeit mit „Schlüsselpersonen“ – Administration, Kinderschutz-Organisationen, Strafverfolgungsbehörden -  in den Destinationen
  • Jährlicher Bericht und Evaluation der Maßnahmen
Rund 1000 touristische Unternehmen in mehr als 30 Ländern haben bereits den Kinderschutz-Kodex unterzeichnet. Verwaltet wird der Kodex durch die internationale non-profit Kinderschutzkodex-Organisation "TheCode.org" (www.thecode.org). Bisher war das Sekretariat in New York angesiedelt - künftig wird es die Kinderschutzkodex-Organisation ihren Hauptsitz in Bangkok, Thailand, haben. ECPAT Österreich ist als lokaler Repräsentant des Kinderschutzkodex für die Beratung von Unternehmen sowie für Evaluation, Monitoring und Schulungen verantwortlich.


Fragen SIE in IHREM REISEBÜRO nach und wählen Sie für Ihre Reisebuchungen einen Veranstalter, der den Kinderschutzkodex unterzeichnet hat!



In Österreich hat der Österreichische Reisebüroverband 2001 den Kodex unterzeichnet. Aktiv in der Umsetzung sind derzeit aber nur einige Unternehmen wie TUI Österreich, Jumbo Touristik, Thomas Cook AG Österreich und das Verkehrsbüro/Ruefa. Als einziger Hotelbetrieb hat die ACCOR Gruppe in Österreich den Kodex 2008 unterzeichnet. Gerne steht das Team von ECPAT für weitere Fragen zur Verfügung: info@ecpat.at 


ECPAT Österreich ist die nationale Vertretung der Kinderschutzkodex-Organisation in Österreich
Den Kinderschutzkodex bekannt machen - touristische Unternehmen beraten - deren MitarbeiterInnen schulen - die Umsetzung der sechs Kritierien begleiten und überwachen (Monitoring)

Das ist in Stichworten die Rolle eines "Local Code Representative" bzw. des nationalen Partners für die Umsetzung des Kinderschutzkodex. Häufig sind es ECPAT Organisationen, die in den mehr als 30 Ländern, in denen der Kinderschutzkodex von Unternehmen umgesetzt wird, die Unternehmen beraten, begleiten und Schulungen durchführen. Das hat einerseits damit zu tun, dass der Kodex innerhalb des ECPAT-Netzwerks ursprünglich entwickelt wurde und andererseits, weil zahlreiche ECPAT-Organisationen langjährige Erfahrung im Hinblick auf Kooperation mit der Tourismuswirtschaft haben. Daher vereinen sie zwei wesentliche Auflagen bzw. Bedingungen, die eine Organisation zu erfüllen hat, wenn sie sich um diese Funktion bewirbt: Expertise im Bereich Kinderrechte und Kinderschutz UND im Bereich Tourismus.

So wurde etwa das Schulungsmodul „Schutz der Kinder vor sexueller Ausbeutung im Tourismus“ wurde 2011 mit einem ATHENE-Award für innovative Aus- und Weiterbildungsmaßnahmen in der Touristik ausgezeichnet.

ECPAT bietet ein breites Spektrum an Schulungen an, so auch zum Thema Kinderschutz im Tourismus und wie man gegen Kindersextourismus aktiv werden kann. Vor allem wurden und werden Workshops und Schulungen an touristischen Ausbildungsstätten (Tourismusschulen, Berufsschulen, Fachhochschulen und Universitäten) in ganz Österreich durchgeführt.
Für nähere Informationen kontaktieren Sie bitte das ECPAT-Büro.

Mit der Unterzeichnung durch den Österreichischen Reisebüroverband und der Selbstverpflichtung setzen sich unsere Mitgliedsunternehmen aktiv und nachhaltig für Kinderrechte und gegen sexuelle Ausbeutung Minderjähriger ein. Mit der Verbandslösung wurde die Einführung des Verhaltenskodexes vorangetrieben und die Verantwortung über die Umsetzung der Kriterien übernommen. Wir sehen es als unsere Aufgabe, in den nächsten Jahren noch mehr Unternehmen von der Bedeutung des Verhaltenskodexes zu überzeugen.
Mag. Norbert Draskovits, Präsident des Österreichischen Reisebüroverbands (ÖRV)

Nicht nur als CEO der Thomas Cook Austria AG, sondern auch als Mensch ist das Thema Kinderschutz für mich ein besonderes Anliegen. Wir müssen hinschauen statt wegschauen, wenn es um den Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung geht.
Das Hinschauen müssen wir lernen.
Workshops können uns helfen, die notwendige Sensibilität zu entwickeln und den Mut aufzubringen, aktiv hinzuschauen.

Ioannis Afukatudis - CEO Thomas Cook Austria

Hinsehen statt wegsehen Es geht um Information und Sensibilisierung. Kindesmissbrauch ist kein Kavaliersdelikt, Kindesmissbrauch ist ein Verbrechen. Ob im Urlaubsgebiet oder zuhause in Österreich. Der Österreichische Reisebüroverband oder Veranstalter wie TUI Österreich haben sich verpflichtet einen Beitrag im Kampf gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern zu leisten. Nicht nur in der Vergangenheit, sondern auch in der Zukunft. Kinder brauchen eine schützende Hand. Helfen auch Sie mit ‚gegen das Wegsehen!’
Dr. Josef Peterleithner Konzernsprecher TUI Austria GmbH Sprecher des Österreichischen Reisebüroverbandes (ÖRV)

Der Schutz von Kinderrechten ist der Verkehrsbüro Group ein großes Anliegen. Wir engagieren uns seit Jahren gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern in Urlaubsländern. Dabei setzen wir auf gesellschaftlichen Sensibilisierung und Bewusstseinsbildung. Diese Botschaft wollen wir innerhalb der Tourismusbranche hinaustragen. Unsere Reiseleiter und andere Geschäftspartner in Urlaubsdestinationen erhalten von uns ausführliches Aufklärungsmaterial zum Schutz von Kindern. Auch in den Ruefa-Reisekatalogen finden sich Informationen über die wichtige Arbeit des Vereins ECPAT.
Martin Bachlechner - Vorstandsdirektor Verkehrsbüro Group

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