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Neues Koordinierungsgremium will Maßnahmen gegen pornographische Bilder und Darstellungen von Kindessmissbrauch im Internet koordinieren Die Abteilung Jugendwohlfahrt und Kinderrechte im BMWFJ hat im September 2009 ein neues Gremium gegründet, um künftig AkteurInnen und notwendige Maßnahmen gegen sexuelle Ausbeutung von Kindern in der Prostitution und gegen Kinderpornographie besser koordinieren zu können. Grundlage für die Einrichtung dieses Gremiums sind u. a. die Empfehlungen des UN-Kinderrechtskomitees. Mitglieder sind Vertreter von Ministerien, Jugendwohlfahrt, der Bundesjugendvertretung sowie Vertreter der Privatwirtschaft, ECPAT Österreich u.a. ECPAT Geschäftsführerin, Astrid Winkler, begrüßt diese Initiative als wichtigen Schritt um derzeit anstehende Themen wie etwa Maßnahmen gegen die Zunahme von Missbrauchsbildern im Internet ("Kinderpornopraphie") zu bündeln. "Österreich hinkt gerade in der Prävention gegenüber anderen europäischen Ländern nach. Es ist an der Zeit, dass alle Möglichkeiten offen und sachlich diskutiert werden, so auch das Blocken von Internetseiten mit kinderpornographischen Inhalten. Es darf keine Tabus geben und wir wünschen uns konstruktive Gespräche mit allen Beteiligten, wie etwa mit den Internetserviceprovidern in Österreich", betonte Astrid Winkler. Hintergründe zur Diskussion um das "Access-Blocking" finden Sie hier. Task Force gegen Menschenhandel und Arbeitsgruppe Kinderhandel ECPAT Österreich ist Mitglied der vom Bundesministerium für europäische und internationale Angelegenheit (BMeiA) koordinierten Taskforce zur Bekämpfung des Menschenhandels sowie der zur Taskforce gehörenden Arbeitsgruppe Kinderhandel, die vom Bundesminsterium für Wirtschaft, Familie und Jugend, Abt. Jugendwohlfahrt und Kinderrechte geleitet wird. Die Taskforce hat 2009 einen neuen Aktionsplan-NAP (2009-2011) vorgelegt. In Bezug auf Kinderhandel sieht der NAP u. a. verstärkte Schulungen sowie bessere Koordination von Betreuung von Opfern von Kinderhandel vor. Weitere Informationen zum Downloaden hier: Informationsfolder Taskforce Menschenhandel Informationsfolder Arbeitsgruppe Kinderhandel Nationaler Aktionsplan 2009-2011 "Kinder sind keine Ware" - Erste nationale Konferenz gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern 70 ExpertInnen und Jugendliche trafen sich am 2. Oktober bei der Konferenz "Kinder sind keine Ware - Gemeinsam gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern". Dabei wurden Erfolge konstatiert, Probleme identifiziert und Lösungsvorschläge erarbeitet. Organisiert haben die Konferenz ECPAT und UNICEF Österreich in Kooperation mit vier Ministerien, als Vorbereitung auf den Dritten Weltkongress gegen die sexuelle Ausbeutung von Kinder, der vom 25.-28.11.08 in Brasilien stattfindet.Presseaussendung zur Nationalen Konferenz: Großes Interesse und Engagement bei der ersten Nationalen Konferenz zur sexuellen Ausbeutung von Kindern. ExpertInnen konstatieren Erfolge, beklagen aber auch ungeklärte Kompetenzen und unzureichende Kooperation „Wir werden von Seiten unseres Ministeriums alle erforderlichen Schritte setzen, damit Ö die Europaratskonvention zum Schutz von Kindern vor sexueller Ausbeutung und sexuellem Missbrauch ehemöglichst ratifiziert“, betonte Botschafterin Dr. Elisabeth Tichy-Fisslberger vom BM für europäische und internationale Angelegenheiten bei der Eröffnung der Konferenz „Kinder sind keine Ware – Gemeinsam gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern“, die gestern in der Diplomatischen Akademie, Wien, abgehalten wurde. "Es ist eine beschämende Tatsache, dass gefährdete Kinder in Österreich nicht die notwendige Betreuung erhalten", so Dr. Gudrun Berger, Geschäftsführerin von UNICEF Österreich. Die teilnehmenden 15 Jugendlichen betonten, wie wichtig es sei, ihre Expertise mit einzubeziehen. "Jugendliche sind nicht nur ExpertInnen, weil sie sich mit den Themen der sexuellen Ausbeutung auseinandersetzen, sondern vor allem sind sie ExpertInnen im jung sein. Da sie Kindern, der Zielgruppe der Ausbeutungsformen, altersmäßig näher", unterstrich Marion Kreissl vom ECPAT Österreich Jugendbeirat. Österreich stehe nicht schlecht da, was die Umsetzung internationaler Abkommen betrifft. Dennoch fehlt es an koordinierten Betreuungskonzepten für Opfer von Kinderhandel und Kinderprostitution, darüber waren sich die rund 70 ExpertInnen aus den Bereichen Polizei, Jugendwohlfahrt, Sozialarbeit sowie VertreterInnen von NGOs und Internationalen Organisationen einig. Allein für den Bereich Kinderhandel identifizierte die zuständige Arbeitsgruppe 30 unterschiedliche Akteure, die nur zum Teil miteinander kooperieren. Minderjährige Prostituierte werden nach wie vor mit Verwaltungsstrafen belegt. Ein noch unerforschtes Phänomen ist die Prostitution von Buben - denn weltweit werden 73 Millionen Buben sexuell missbraucht - sowie die Produktion von pornographischem Material durch Jugendliche selbst. Die Nationale Konferenz wurde von ECPAT Österreich und UNICEF Österreich in enger Zusammenarbeit mit dem BM für europäische und internationale Angelegenheiten, dem BM für Inneres, dem BM für Gesundheit, Familie und Jugend und dem BM für Soziales und Konsumentenschutz organisiert. Berichte und Ergebnisse zur Konferenz Der offizielle Konferenzbericht dokumentiert die Ergebnisse der Präsentationen und Arbeitsgruppen zu Kinderhandel, Kinderprostitution und Kinderpornographie. Zentrale Empfehlungen sind etwa: Verbesserungen bei Datenerhebung und Forschung zum Phänomen der sexuellen Ausbeutung in Österreich; bessere Koordination und Kooperation sowie Verbesserungen auf gesetzlicher Ebene, zB. die Aufhebung der Verwaltungsstrafen wegen illegaler Prostitution für Minderjährige, die in der Prostitution ausgebeutet werden. Das beeindruckende Engagement des ECPAT Österreich Jugenbeirates (CYA-Committee for Youth Action) und jener ca. 15 Jugendlichen, die an der Konferenz teilgenommen und sich eingebracht haben, zeigt der Bericht der Jugendlichen über die Vorbereitungen der Jugendlichen auf die Konferenz. |
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"Kinder sind keine Ware - Gemeinsam gegen die sexuelle Ausbeutung von Kindern". Dabei wurden Erfolge konstatiert, Probleme identifiziert und Lösungsvorschläge erarbeitet. Organisiert haben die Konferenz ECPAT und UNICEF Österreich in Kooperation mit vier Ministerien, als Vorbereitung auf den Dritten Weltkongress gegen die sexuelle Ausbeutung von Kinder, der vom 25.-28.11.08 in Brasilien stattfindet.