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Diskussion um "Access-Blocking" auch in Österreich im Gange Nachdem Deutschland im Frühjahr 2009 ein Gesetz vorgelegt hat, durch dass der Zugriff auf Webseiten gesperrt werden kann, die pornographische Darstellungen mit Kinder bzw. Kindesmissbrauch zeigen, ist die Diskussion dazu auch in Österreich in Gang gekommen. Das Gesetz ist in Deutschland noch nicht rechtskräftig ist, weil die derzeitige Regierung die Maßnahmen vorerst "ausgesetzt" hat. In Deutschland wie in Österreich wird die Diskussion teilweise sehr unsachlich bzw. polemisch und emotional geführt. Einige orten einen generellen Angriff auf die Freiheit des Internets, andere zweifeln generell an der Wirksamkeit dieser Maßnahmen. Tatsache ist, dass bereits etliche Ländern in Europa "Access-Blocking" seit Jahren anwenden. ECPAT Österreich, wie auch ECPAT Deutschland, wenden sich vehement gegen diesen polemisch geführten "Grabenkampf", bei dem nur die Opfer auf der Strecke bleiben. Die Sperren sind dort notwendig, wo eine Löschung noch nicht möglich ist, weil die Website von ausländischen Servern aus betrieben wird. "Deshalb sind Sperren duchaus als zusätzliche Präventionsmaßnahme sinnvoll und notwendig und sollte auch in Österreich ohne Verzögerung umgesetzt werden", betont Astrid Winkler, Geschäftsführerin von ECPAT Österreich. Das Sperren von Internetseiten, die sexuelle Gewalt an Kindern darstellen, ist ein erster wichtiger Schritt, um Kinder und Jugendliche gegen sexuelle Ausbeutung in den Neuen Medien zu schützen. Bei der derzeitigen Diskussion um Access-Blocking gerät der diesen Filmen und Bildern zugrunde liegende sexuelle Missbrauch, die sexuelle Gewalt in Vergessenheit. Es handelt sich bei den meisten in Chats, Foren oder im Web gehandelten Fotos und Filmen um den bildlich dokumentierten sexuellen Missbrauch von Minderjährigen, die zumeist noch ohne Hilfe und Unterstützung allein gelassen werden. Auch Kinder, die mit diesen Bildern konfrontiert werden, benötigen Schutz. Für ECPAT ist dabei Accessblocking eine Maßnahme eines gesamten Maßnahmenpaketes. Alle Experten sind sich einig, dass nur ein Bündel von Maßnahmen, das Prävention, Strafverfolung, bessere internationale Koordination der Ermittlungsarbeit von Strafverfolgungsbehören mit einschließt diese komplexen Verbrechen bzw. den Konsum von Kinderpornographie eindämmen kann. Daher sei gemeinsames Handeln ein Gebot der Stunde, so Astrid Winkler. ECPAT Deutschland hat zusammen mit anderen Nichtregierungsorganisationen eine Stellungnahme veröffentlicht. ECPAT Österreich schließt sich inhaltlich dieser Stellungnahme an. Hier können Sie die Stellungnahme downloaden. Module zur Sensibilisierung von Jugendlichen Der ECPAT Österreich Jugendbeirat hat Module zur Sensibilisierung von Jugendlichen für die Gefahren im Internet zusammengestellt. Diese befinden sich gerade in der Test- und BegutachtungspDer ECPAT Österreich Jugendbeirat hat Module zur Sensibilisierung von Jugendlichen für die Gefahren im Internet zusammengestellt. Diese befinden sich gerade in der Test- und Begutachtungsphase durch ExpertInnen. Erste Trainings werden voraussichtlich im September 2008 durchgeführt werden. Peer-to-Peer Workshops auf Anfrage unter: youth@ecpat.at. European NGO Alliance on Child Safety Online - “eNACSO" ECPAT Österreich ist in diesem Projekt durch den ECPAT Österreich Jugendbeirat vertreten. Das Kick-off Meeting ist für Anfang Oktober 2008 geplant. Das Netzwerk will Strategien zu folgenden Bereichen entwickeln: • Internet und Kinderschutz • Kampf gegen Darstellung von Kindesmissbrauch im Internet; Identifikation und Schutz von Opfern • Kinder als UserInnen interaktiver Technologien: Schutz und Ermächtigung • "Online-grooming": Manipulation und sexuelle Ausbeutung • Auswirkungen der Nutzung neuer Technologien auf Kinder |
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